When we talk about history and digital technology, we often refer to a number of high-profile, large-scale projects centred on vast databases, distant reading, network visualisation, major infrastructure and digital methods that are sometimes claimed to be revolutionary. It is rare for the ‘digital turn’ in history to be analysed through the lens of the day-to-day work of most historians.
Stefano Dall’Aglio: When Digital History Goes Public: Theory, Practice, Perspectives
This talk investigates the intersections between digital history and public history, two recent fields of historical research and teaching that are still conceived and put into practice in many different ways. If a digital history without a public dimension can undoubtedly exist, and public history does not necessarily include a digital approach, there is also a significant area of overlap between the two. Depending on our interpretation of which ‘the public’ is and which role it should play, the field called ‘digital and public history’ can take many different forms and encompass many different activities, methodologies, and research products.
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Firmin Forster: Lost in Noise? Perspektiven auf Datenqualität auf der DHNB 2026
„Aus Mangel ist Überfluss geworden.“
Mit diesen Worten eröffnet Kristoffer Nielbo, Professor und Direktor des Center for Humanities Computing (CHC) der Universität Aarhus, die Tagung der Digital Humanities in the Nordic and Baltic Countries (DHNB) im März 2026 in Aarhus. Zahlreiche Digitalisierungsprojekte der letzten Jahrzehnte haben zu einer Fülle an digitalem Material im Bereich des kulturellen Erbes geführt, so Nielbo weiter, die nun Forschungsrichtungen ermöglicht, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren, und den Blick auf einen viel weiteren kulturellen Horizont eröffnet. Dabei spielen Archive eine zentrale Rolle, die Nielbo als Ergebnis früherer archivalischer Entscheidungen versteht. Diese Entscheidungen lassen sich auch durch die Digitalisierung nicht rückgängig machen. Zugleich bringt diese Fülle eine neue Herausforderung mit sich: darin verloren zu gehen – im Motto der Tagung zusammengefasst: „Lost in Abundance“.
„Firmin Forster: Lost in Noise? Perspektiven auf Datenqualität auf der DHNB 2026“ weiterlesenJannes Schönhardt: DHd 2026 – Digitale Kunstgeschichte I. – Spielarten der automatischen Bilderklassifikation
Die diesjährige Konferenz der Digital Humanities im deutschsprachigen Raum in Wien stand unter dem Motto „Not Only Text, Not Only Data“. Das Thema lädt dazu ein, über den Tellerrand der klassischen textbasierten Geisteswissenschaften zu blicken und nicht nur inhaltlich, sondern auch methodologisch von dem breiten interdisziplinären Spektrum der Digital Humanities zu profitieren. Ein besonders inspirierender Input kam dabei aus der Vortragsreihe Digital Art History I. Constanze Buyken vom IEG Mainz hatte den Chair inne, und insgesamt präsentierten drei Gruppen von Forscher:Innen ihre Projekte. Generell hatten alle drei Vorträge gemeinsam, dass sie sich mit der Frage nach der automatischen, computergestützten Detektion und Klassifikation von Bildern beschäftigten. Obwohl sich alle Vorträge methodologisch ähneln, behandeln sie sehr unterschiedliche Objekte, von einer reich illuminierten mittelalterlichen Bibel über Pflanzenabbildungen in Herbarien und Drucken bis hin zu religiösen Bildern.
„Jannes Schönhardt: DHd 2026 – Digitale Kunstgeschichte I. – Spielarten der automatischen Bilderklassifikation“ weiterlesenKatharina Hadassah Klein: DHd2026 Wien: Digital Humanities an der Schnittstelle von Text, Daten und Theorie
Unter dem Thema Nicht nur Text, nicht nur Daten fand Ende Februar an der Universität Wien die jährliche Konferenz der Digital Humanities im deutschsprachigen Raum statt. Mit bis zu fünf parallelen Sessions, fast 100 Posterbeiträgen, einem guten Dutzend Workshops und speziellen Sessions von und für Doktorand*innen, war das Programm anregend, anspruchsvoll und vielfältig. Bei dieser meiner ersten DHd Konferenz als Teilnehmerin, Vortragende und Stipendiatin habe ich besonders aufmerksam verfolgt, wie Diskurse um Forschungsdaten, digitale Infrastrukturen und Methoden die deutschsprachige DH-Community prägen, fordern und neue Ideen, Projekte und Kollaborationen anregen.
„Katharina Hadassah Klein: DHd2026 Wien: Digital Humanities an der Schnittstelle von Text, Daten und Theorie“ weiterlesenInga Lange (Forschungsstelle für die Geschichte der Hanse und des Ostseeraums), Holle Meding, Nicole Dresselhaus, Noah Baumann, Philipp Schneider (Humboldt-Universität zu Berlin) Vorstellung des Whitepapers von PnDH4Memory “Digital-historisch Promovieren”
Promovierende historisch arbeitender Geisteswissenschaften, die mit digitalen Methoden und datengetrieben arbeiten wollen, sind nicht nur mit besonderen methodischen, sondern auch fachkulturellen und organisatorischen Herausforderungen konfrontiert, auf die die bisherige(n) Promotionskultur(en) der Teildisziplinen oft nicht vorbereitet sind. Im Vortrag wird ein White Paper vorgestellt, welches das Ergebnis eines 3-tägigen Retreats des NFDI4Memory Promovierendennetzwerks Digital History ist. Hierbei wird das Konzept einer digital-historischen Dissertation klarer umrissen (Teil 1), wird eine Orientierungshilfe für prospektiv oder bereits aktiv digital-historisch Promovierende gegeben (Teil 2) und werden Lösungsansätze für einige der offenen Fragen und Herausforderungen gegeben, die durch analoge Forschungskontexte und -traditionen geprägte Promotionsordnungen und Betreuungssituationen aufwerfen. Mit dem Vortrag sowie dem zugrundeliegenden White Paper möchten wir eine weitere Diskussion um digital-affine Promotionskultur(en) in historisch arbeitenden Geisteswissenschaften anregen.
„Inga Lange (Forschungsstelle für die Geschichte der Hanse und des Ostseeraums), Holle Meding, Nicole Dresselhaus, Noah Baumann, Philipp Schneider (Humboldt-Universität zu Berlin) Vorstellung des Whitepapers von PnDH4Memory “Digital-historisch Promovieren”“ weiterlesenSarah Lang: Tackling Data Gaps through Digital Humanities Practice
This talk explores how documentation and auditing can serve as powerful tools for positive change by making our research and datasets more transparent. Detailed documentation not only facilitates the effective and responsible reuse of datasets and algorithms but also promotes more inclusive scholarship and ethical research outcomes. Openness, access, and accessibility encompass both technical and ethical dimensions. These principles aim to democratize inclusive access to knowledge and advocate for community engagement to address pressing societal challenges and more specifically, challenges of the field, such as combating the epistemicide of non-Western ways of knowing, decolonizing digital humanities, and addressing (gender) data gaps.
„Sarah Lang: Tackling Data Gaps through Digital Humanities Practice“ weiterlesenWhitney Trettien, Roberto Gonzalez: Data Frictions in the History of Prisons
In the 1880s, printing presses entered U.S. prisons. Since then, hundreds of newspapers have been written, edited, and printed inside prisons. These range from underground zines reproduced by hand to widely circulated magazines and newspapers. Together, these texts form a powerful counter-archive to the wash of dime novels, government forms, envelopes, and church circulars printed for pennies on the dollar by prison labor.
„Whitney Trettien, Roberto Gonzalez: Data Frictions in the History of Prisons“ weiterlesenOffene Stellen: Die Digital History an der HU Berlin sucht Mitarbeitende
Fünf neue Stellen im Bereich Digital History an der HU Berlin
Die Professur für Digital History an der Humboldt-Universität zu Berlin sucht neue Mitarbeitende. Über den Sommer haben wir insgesamt fünf Positionen zu besetzen – in unterschiedlichen Projekten mit jeweils unterschiedlicher Ausrichtung und Stellenumfang. Bei allen Projekten geht es letztendlich immer um die Frage, wie man digitale Methoden für die Geschichtswissenschaften zielführend nutzbar machen kann – für die Community, in der Lehre und umgesetzt in konkreten geschichtswissenschaftlichen Forschungsprojekten.
Drei der Stellen sind bereits veröffentlicht, zwei weitere folgen in Kürze. Zur Stellenbeschreibung weiterlesen…
„Offene Stellen: Die Digital History an der HU Berlin sucht Mitarbeitende“ weiterlesenWhitney Trettien: Data Frictions in the History of Prisons
(Muss leider ausfallen / Cancelled)
In the 1880s, printing presses entered U.S. prisons. Since then, hundreds of newspapers have been written, edited, and printed inside prisons. These range from underground zines reproduced by hand to widely circulated magazines and newspapers. Together, these texts form a powerful counter-archive to the wash of dime novels, government forms, envelopes, and church circulars printed for pennies on the dollar by prison labor.
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