Die Digital Humanities stehen in einem konstanten Zwiespalt. Sie bewegen sich zwischen der Verwendung modernster computergestützter Analysemethoden und jahrhunderte-, teils jahrtausendealten Untersuchungsmaterialien in verschiedenen medialen Konkretionen, die für eine Analyse erst ins Digitale übertragen werden müssen.
Gabriele Gramelsberger: Save the Code! Wie lässt sich historische Software erforschen? – Ein Werkstattbericht
Die Entwicklung und Einführung von Computern und Software hat „die Wissenschaft in allen Phasen ihres wissenschaftlichen Prozesses transformiert – von der Festlegung der Forschungsagenda und der Durchführung von Experimenten bis hin zur Kommunikation und Bewertung von Forschungsergebnissen“ (OECD 2020). Die Digitalisierung hat nicht nur die Prozesse und Praktiken des Forschens transformiert, sondern gänzlich neue Erkenntnismöglichkeiten wie Computersimulationen und maschinelles Lernen geschaffen.
Annabel Walz: Mit Eimer und Sieb im Datenmeer. Wie archiviert man Webseiten und wie kann man sie verstehen?
Die Frage, wie man „das Web“ archiviert, ist nicht mehr neu, eine einfache Antwort gibt es aber noch immer nicht. Es gibt verschiedene Herangehensweisen, um zu versuchen, das volatile Medium zu sichern – ihnen allen gemeinsam ist, dass das Ergebnis der Sicherung ein gegenüber dem Ausgangsobjekt transformiertes reborn-digital Objekt ist (Niels Brügger, The Archived Web, 2018). Für die Archivierung ergeben sich daraus die Fragestellungen, was bewahrt werden soll, wie das umgesetzt werden kann und wie der Archivierungs-Prozess nachvollziehbar gemacht werden kann.
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