Obwohl Multilingualität und Multiscriptualität selbstverständlicher Teil von (geistes)wissenschaftlicher Praxis in Forschung, Lehre und Studium sind, sind digitale Wissenschaftsinfrastrukturen weiterhin vorrangig monolingual und auf die lateinische Schrift ausgerichtet. Auf diese Weise wird der digitale Raum auf Hegemonialsprachen und –schriften verengt und somit auch die Basis dessen mit der die Digital Humanities (DH) einschließlich der Digital History forschen und lehren können. Der Vortrag nimmt das Thema Multilingualität in den Infrastrukturen unserer vernetzten Wissensökologien für historische Daten in den Blick und fragt nach den diesbezüglichen digitalen Lücken („resourcedness gap“) sowie deren Auswirkungen auf die DH-Forschung und Lehre. Weiterhin werden Aktivitäten von Arbeitsgruppen wie der Multilingual DH AG im DHd Verband vorgestellt, in der die Vortragenden gemeinsam an der Adressierung und Änderung der Problemlage arbeiten. Schließlich soll im Dialog mit den Teilnehmenden über ein „Pflichtenheft“ für multilingual angepasst Wissenschaftsinfrastrukturen reflektiert werden.
Vortrag im Rahmen des Forschungskolloquiums und Ringvorlesung „ Digital History“
Zeit: Mittwoch, 17. Juni 2026, 16-18 Uhr
Ort (hybrid): Zoom-Konferenz (Zugang auf Anfrage oder via Mailingliste)
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Digital History Berlin (Redaktion) (15. Juni 2026). Cosima Wagner, Jonas Müller-Laackman, Jana Mende, Till Grallert: Mind the Gap: Multilinguale historische Daten und ihre digitale Repräsentation. Digital History Berlin. Abgerufen am 12. Oktober 2026 von https://doi.org/10.58079/16e92


